| Kritiken |
Zum Programm ÜBERSEEBRIEF ".....Gabriela Tanner ist nicht nur Sängerin, sie ist auch Songwriterin. Weg von der Oberfläche sind es Chansons, sie lebt und lotet zwischen Diseuse und Chanteuse, ihre Musik will etwas sagen. Es sind die Zwischentöne, die beim Hörer oft innere Aufruhr stiften. Als Grundlagen Beispiele für charaktervolle Herbheit in melancholischen deutschen Texten mögen die Altvorderen wie Hildegard Knef, danach auch Erika Pluhar gelten. Aber: etwas zu sagen haben und dabei echt Sängerin zu sein, aus einer wirklichen Stimme ergiebig zu schöpfen und mit ihr Regie zu treiben, das drängte die Komponistin in ihren persönlichen Stil mit der ihr eigenen Farbe, tief dunkel leuchtend. Vorzugsweise in den Nuancen der Stille. Es darf aber auch im Chanson einmal schrammen, die Mittellage fürs "Herauslassen" gebraucht werden, bis fast zum Gellen, das wäre im Jazz rechtskräftig!..." Aargauer Tagblatt, 23. 1. 1996, M. Baumgartner |
Zu den Programmen HERZLAND und SAG NICHT IMMER SIE ZU MIR "....Ist sie klassische Sängerin? Ist sie Chansonette oder Jazzsängerin? Gabriela Tanner vereint all dies in sich. Sie verfügt über eine solide ausgebildete, warme und kraftvolle Altstimme, der sie den sehnsüchtigen Schmelz des französischen Chansons ebenso zu verleihen vermag wie das raue Slizing-Timbre des Jazz, die freche Direktheit eines Gassenhauers oder die Leidenschaft des argentinischen Tangos. Eine besondere Verständigung aber vor allem ist eben Gabriela Tanner: eine schöne, junge Frau, die ihr Herz ans Publikum verschenkt. Sie wagt es wahrscheinlich kann sie gar nicht anders echte Gefühle zu zeigen und spricht so direkt die Herzen der Zuhörer und Zuschauer an. Damit bewegt sie sich auf einer Kommunikationsebene, die weit mehr Verständigung bringt, als eine intellektuelle Unterhaltung es vermag. Ihre natürliche Frische bewahrt sie dabei vor Kitsch und falscher Sentimentalität; eine Fähigkeit, die nicht erlernt werden kann, entweder man hat sie, oder man hat sie nicht." Anzeiger von Uster, 2. 10. 1997, H. P. Rieder ".... Eine Träne im Knopfloch und Salz auf der Zunge. Mit ihrem neuen und abwechslungsreichen, niveauvollen Liederprogramm haben Gabriela Tanner und ihre fünf Musiker am Samstagabend das Publikum begeistert. Sängerin und Musiker überzeugten neben der Leistung durch optimale Bühnenpräsenz. Die Zusammenstellung ihrer Lieder ist eigenwillig: Swingender amerikanischer Sound und europäische Chansons sind vermischt mit volkstümlichem Liedgut bis hin zu Eigenkompositionen der Sängerin mit vertonter Lyrik. Interpretin Gabriela Tanner verfügt über eine wunderbar flexible Altstimme mit Timbre, der die Schulung die spontane Wirkung nicht ausgetrieben hat. Schulung äussert sich hingegen positiv in leisen Stimmeinsätzen sowie in mehrsprachig natürlicher Diktion. Darüber hinaus setzt Tanner Mimik und Gestik wirkungsvoll und dosiert ein. Dadurch entseht eine dem Programm angemessene intime Atmosphäre....." Der Landbote, 27. 5. 1998, K. Gebert-Kuhn "..... Es begann die Reise ins "Herzland"; man durfte zurücklehnen, geniessen, schmunzeln, und musste sich auch einer Träne nicht schämen. Die gewinnende Zürcherin schlug die Zuhörer durch ihre volle, leidenschaftlich gefärbte Altstimme und nicht zuletzt durch ihre charmante Persönlichkeit sofort in Bann. Immer wieder verblüffte Gabriela Tanner durch ihre grosse Ausdruckskraft......." Spektrum, 3. 10. 1997 |